GRASPAGAIN am Handrücken während der Anpassung der Neuroorthese

Handfunktion verstehen
Gemeinsam weiter erforschen

Funktionelle Eignung

Die Handfunktion im Mittelpunkt

Relevant sind neurologische und neuromuskuläre Schädigungen des motorischen Apparats der Hand. Die Diagnose allein entscheidet nicht über die Eignung: Wir betrachten das individuelle Funktionsprofil.

Aktive Handmotorik

Welche Fingerbewegungen sind noch möglich? Welche Greifbewegungen möchte die Person ausführen, und bei welchen Tätigkeiten fehlt Unterstützung?

Verbliebene Muskelsignale

Wir untersuchen die Muskelaktivität am Unterarm beim aktiven Bewegungsversuch. Ob die Signale für eine Steuerung nutzbar sind, wird individuell gemessen und erprobt.

Passive Beweglichkeit

Wie beweglich sind die Finger bei passiver Bewegung? Fingersteifigkeit und Sehnenverkürzungen können die Erprobung erschweren. Lass uns vorhandene Einschränkungen gemeinsam abklären.

Beweglichkeit des Arms

Die Neuroorthese unterstützt die Handfunktion. Für die Anwendung im Alltag müssen Handgelenk, Ellbogen und Schulter ausreichend beweglich und aktiv nutzbar sein. Für Therapiezwecke kann eine Erprobung auch ohne diese Voraussetzungen infrage kommen.

Diese Punkte dienen der gemeinsamen Vorabklärung. Sie sind keine abschließende Liste von Ein- oder Ausschlusskriterien für die Studie.

Wissenschaftliche Grundlagen

Was wird untersucht und was lässt sich daraus ableiten?

Bei GRASPAGAIN betrachten wir die Messung von Muskelsignalen, die Erkennung von Bewegungsabsichten und die praktische Nutzung der Orthese getrennt.

01

Signale erfassen

Untersucht wird, welche verbliebene Muskelaktivität sich bei Bewegungsversuchen am betroffenen Unterarm erfassen lässt.

02

Bewegungsabsichten erkennen

Ein weiterer Schritt ist die Frage, welche Handbewegungen sich aus den gemessenen Signalen unterscheiden und zur Steuerung nutzen lassen.

03

Nutzung erproben

Bei der Erprobung mit der Neuroorthese stehen die Handhabung, die Steuerung und Aufgaben mit Alltagsgegenständen im Fokus.

Wir wollen zeigen, welchen Nutzen GRASPAGAIN im Alltag und in der Therapie bieten kann. Dafür untersuchen wir neben der Erfassung von Muskelsignalen und der Steuerung der Orthese auch ihre praktische Anwendung.

Auf unserer Wissenschaftsseite findest du den aktuellen Stand und die bisherigen Ergebnisse.

Studienrahmen

Positives Ethikvotum für die laufende Studie

Für die laufende Studie an der FAU Erlangen-Nürnberg besteht ein positives Ethikvotum.

Das Votum bezieht sich auf diese Studie und ersetzt keinen Wirksamkeitsnachweis. Die öffentliche Studienbeschreibung erläutert Ziele, Ablauf und Teilnahmebedingungen. Konkrete Fragen zur Zusammenarbeit klären wir im persönlichen Austausch.

Zusammenarbeit

Wir suchen klinische Kooperationspartner

Gemeinsame Erprobung der GRASPAGAIN-Neuroorthese mit einer Teilnehmerin

Du arbeitest in einer Klinik, Reha-Einrichtung oder therapeutischen Praxis? Lass uns besprechen, wie deine Erfahrung die weitere Forschung unterstützen kann.

Patient:innen vorschlagen
Besprich mit uns, ob eine Vorstellung für die laufende Studie sinnvoll sein könnte. Die individuelle Eignung und die Teilnahmebedingungen werden anschließend geprüft.
Klinische Erfahrung einbringen
Welche Aufgaben sind für deine Patient:innen relevant? Welche Anforderungen ergeben sich aus Therapie und Alltag? Diese Perspektive möchten wir gemeinsam berücksichtigen.
Gemeinsame Vorhaben besprechen
Du hast eine konkrete Forschungsfrage oder eine Idee für eine gemeinsame Erprobung? Ziele, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen stimmen wir individuell ab.

Für den ersten Kontakt genügen deine Einrichtung, dein Fachbereich und dein Kooperationsinteresse. Bitte übermittle zunächst keine identifizierenden Patientendaten.

Ansprechpartner

Medizinische Fragen

Dr. med. Matthias Ponfick

Dr. med. Matthias Ponfick

Medizinischer Beirat

Chefarzt des Querschnittzentrums Rummelsberg. Er begleitet GRASPAGAIN als medizinischer Beirat.

Kontakt aufnehmen

Häufige Fragen

Fragen aus Klinik und Praxis

Unser Interesse gilt neurologisch und neuromuskulär bedingten Einschränkungen der Handmotorik. Für die Einordnung betrachten wir Funktion, Muskelsignale und Beweglichkeit gemeinsam. Die Teilnahme an einer konkreten Studie richtet sich zusätzlich nach deren Teilnahmebedingungen.

Das können wir nicht pauschal beantworten. Es kommt auf die einzelne Person an. Lass uns gemeinsam besprechen, wie ausgeprägt die Fingersteifigkeit oder Sehnenverkürzung ist und ob eine Erprobung infrage kommt.

GRASPAGAIN befindet sich in der Entwicklung. Im Mittelpunkt dieser Seite stehen Studien und klinische Kooperationen. Die Anfrage ist keine Zusage für eine reguläre Versorgung oder eine Studienteilnahme.

Dein nächster Schritt

Bringe deine klinische Perspektive ein

Ob erste Rückfrage oder konkrete Projektidee: Wir freuen uns auf den Austausch mit Ärzt:innen und Therapeut:innen.